Den Begriff "Virituelles Wasser" hat der englische Geograf John Anthony Allan geprägt und er bezichnet damnit die Menge an Wasser, die man braucht um ein Produkt zu erzeugen.

Die virtuellen Wassermengen errechnet hauptsächlich das Institute for Water Education der UNESCO.

Dieses Institut veröffentlichte unter anderem diese Verbrauchsmengen virtuellen Wassers:

 

  • Die Produktion einer Rose benötigt 5 l Wasser [2]
  • Die Produktion einer Tasse Tee benötigt 35 l Wasser [3]
  • Die Produktion von 0,25 l Bier benötigt bis 75 l Wasser [3]
  • Die Produktion einer Tasse Kaffee benötigt 140 l Wasser [3]
  • Die Produktion eines Liters Milch benötigt 200 l Wasser [2]
  • Die Produktion eines Kilogramms Papier benötigt ca. 750 l Wasser, bzw. ein DIN-A4-Blatt bis 10 l Wasser [4]
  • Die Produktion eines ca. 2 g schweren Mikrochip benötigt 32 l Wasser [3][5]
  • Die Produktion eines Kilogramms Mais benötigt 900 l Wasser [2]
  • Die Produktion eines Kilogramms Weizen benötigt ca. 1.100 l Wasser
  • Die Produktion eines Kilogramms Sojabohnen benötigt 1.800 l Wasser [2]
  • Die Produktion eines Baumwoll-T-Shirts benötigt ca. 2.000 l Wasser
  • Die Produktion eines Kilogramms Kokosnüsse benötigt 2.500 l Wasser [2]
  • Die Produktion eines Kilogramms Hühnereier benötigt ca. 4.500 l Wasser
  • Die Produktion eines Kilogramms Reis benötigt ca. 3.000–5.000 l Wasser
  • Die Produktion von 500 Blatt DIN-A4-Papier benötigt 5.000 l Wasser [2]
  • Die Produktion einer Jeans benötigt 6.000 l Wasser [2]
  • Die Produktion eines Kilogramms Rindfleisch benötigt ca. 15.000 l Wasser, wobei nur 155 Liter tatsächliches Wasser verbraucht wird [6]
  • Die Produktion eines PKWs benötigt zwischen 20.000 bis 300.000 l Wasser [3] 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Virtuelles_Wasser

Das Konzept des virituellen Wassers macht vor allem zwei Hauptprobleme deutlich:

zum einen die Problematik des Verzehrs von Fleisch; wenn man sich die Wassermenge zur Erzeugung eines Kilogrammes Rindfleisch betrachtet.
"Ein Großteil des weltweit verbrauchten Wassers geht in die Erzeugung von Viehfutter" so John Anthony Allan

in einem "Zeit-Interview" weiter ist er dort auch der Meinung, daß unser momentanes Konsumverhalten "potentiell tödlich ist".
Eine fleischlose Ernährung könnte den Wasserverbrauch halbieren - und so ist John Anthony Allan  über diese Einsicht auch zum Vegetarier geworden und sagt... " ich kann Sie beuhigen. Es ist gar nicht so schwer". Eine überlegenswerte Anregung für eigenes Handeln - das ist schon mal etwas was der Einzelne selber tun kann. Eine Art "Entwaffnung" für das Argument "...das ist ein -grosses- weltweites Problem - kann kann der Einzelne nichts machen..." DOCH - jeder kann in seinem Bereich etwas tun.


Quellen:

  • UNO "International year of fresh water - virtual water"
  • Artikel in der Süddeutschen Zeitung online vom 21.08.2006
  • www.waterfootprint.org UNESCO national/individual water footprint calculator
  • Artikel in ORF ON Science Wassereffizienz von Agrarprodukten simuliert
  • Eine Badewanne für den Kaffee
  • Poster / Informationsgrafiken zum Thema "Virtual Water" und "Water footprints of nations", basierend auf einer Studie des UNCESCO-IHE
  • "Internet Seite mit Lehr- und Lernmaterialien für die Primarstufe" Autorin Margret Datz; gelistet in der Referenz der Deutschen UNESCO Kommission für nachhaltige Bildung
  • "www.virtuelles-wasser.de" Seite der Vereinigung Deutscher Gewässerschutz e.V.
  • Artikel Weltwassertag: Wasser wird oft „unsichtbar“ verschwendet BUND-Artikel anlässlich des Weltwassertags 2009
  • Einzelnachweise

    1. Tagesschau: 2400 Liter Wasser in einem Hamburger
    2. a b c d e f g Wirtschaftswoche, Heft 30 und 31, 2008
    3. a b c d e GEO Themenlexikon Bnd. 1 Unsere Erde, S. 48, 2006, ISBN 3-7653-9421-1
    4. Magazin P.M., Fragen&Antworten, Dezember
    5. http://www.eurekalert.org/pub_releases/2002-11/acs-ttp110502.php
    6. http://www.waterfootprint.org/Reports/Hoekstra_and_Chapagain_2006.pdf

     

     

    Quelle: Wikipedia